Erika Rauschnings "Stressmaschine" in Hannover

Vom 6. April bis zum 18. Mai 2008 stellt Erika Rauschning im Bildarium in Hannover aus. Im Zentrum der Sonderausstellung steht das jüngste Gesamtkunstwerk "Stressmaschine".  In mehreren Räumen hängen zahlreiche Kunstwerke der Malerin. Begleitet wird die Ausstellung von ihrer Lyrik.  Die Galerie ist jeden Sonntag ab 11 Uhr geöffnet. Erika Rauschning freut sich auf Ihren Besuch.

Die Stressmaschine - Erika Rauschning liest vor (hier klicken)

Die Stressmaschine - Ein virtueller Rundgang (hier klicken)

"Der Wohlstand - Ein Leichnam wird zu Grabe getragen"


"Die Tänzerreihe"

 

Die Stressmaschine besucht Hannover (Pressebericht)

Die bekannte Malerin und Lyrikerin Erika Rauschning hat bereits in zahlreichen Galerien, darunter auch in New York, Zürich, Basel und Toulouse, weltweit ausgestellt. Ihr jüngstes Gesamtkunstwerk, eine Stressmaschine, die die Künstlerin derzeit im Kellergewölbe des Ateliers und der Galerie Bildarium in Hannover zeigt, zeichnet sich durch die beispiellose Symbiose ihrer Bilder und ihrer gesprochenen Lyrik aus, die dem Betrachter auf beindruckende Weise die Abgründe der heutigen Arbeitswelt vor Augen führt. Das Gesamtkunstwerk fügt sich außergewöhnlich gut in die Räumlichkeit ein, sodass die persönlichen Einzeleindrücke der Künstlerin beispielsweise die der Akkordarbeit einer Näherin oder dem Alltag im Fleischerladen, verstärkt werden und in ihrer Gesamtheit mithilfe der gesprochenen Lyrik ein lebendiges und detailgetreues Bild unserer Gesellschaft heraufbeschwören. Alle Bilder im Kellergewölbe der Stressmaschine hat die Malerin bewusst sehr düster gehalten. Drei der ausgestellten Werke sind ausschließlich mit Kohle auf Leinwand gemalt und zeigen die Arbeitsumstände einiger Menschen, die trotz der Arbeit, die sie nahezu ganz vereinnahmt, versuchen, ihrem Leben einen Sinn zu geben und der Stressmaschine unserer Gesellschaft wenigstens für einige Stunden entfliehen zu können. Diesen Bildern steht ein dreiteiliges Öl-/Acrylbild (auch räumlich) gegenüber, welches wiederum durch seinen Kontrast- und Farbenreichtum überrascht, obwohl ,,Der Wohlstand“ auf diesem Bild als Leichnam zu Grabe getragen wird. Der Duktus aller Bilder der Stressmaschine ist, wie man es von Erika Rauschning gewohnt ist, sehr schwungvoll, dynamisch und demgemäß auch ansprechend. Um die Stressmaschine in ihrer Gesamtheit begreifen und erkennen zu können, sollte man in erster Linie seine eigene ,,Stressmaschine“ wenigsten für den Besuch der Ausstellung außer Betrieb setzen und in Ruhe die gesprochene Lyrik und die Bilder auf sich Wirken zu lassen.

Neben der bedrückenden Stressmaschine, die einen nicht zu vernachlässigenden Teil der Realität widerspiegelt, hat Erika Rauschning im Bildarium auch zahlreiche ihrer anderen, ausdrucksvollen lebensbejahenden Werke ausgestellt. So auch Aquarelle aus ihrer Tänzerreihe, die nahezu wie eine Meditation auf die Perfektion der menschlichen Bewegung erscheint und auch ihre Blumen- und nordischen Landschaftsaquarelle, sowie großformatige Abstraktionen und figürliche Arbeiten in Öl/Acryl, die wie viele Bilder von Erika Rauschning eine starke Emotionalität und Lebensfreude ausstrahlen. Sie erlauben dem Betrachter einen weitreichenden Blick in die Tiefen der menschlichen Empfindungen, die die Künstlerin durch ihre besondere Lyrik und ihre z. T. sehr hellen und freundlichen Bilder mit den Betrachtern teilt.

Auch wenn immer wieder hervorgehoben wird, dass Erika Rauschning eine Schülerin des bedeutenden Expressionisten Oskar Kokoschka war, beweisen ihre Bilder, dass sie einen eigenen, einzigartigen Stil hat, ihre Bilder zu malen. Jeden Sonntag von 11-16 Uhr bis zum 18.Mai besteht noch die Möglichkeit sich selbst von den außergewöhnlichen Kunstwerken im Bildarium Hannover, Isernhagener Straße 53, zu überzeugen.

 


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